Unsere Reise nach Granada Nicaragua

Die Kathedrale in Granada
Die Kathedrale in Granada am Parque Central de Granada

Wir waren jetzt über 1,5 Jahre in Zypern und hatten mal wieder Lust auf ein großes Abenteuer. Wir überlegten welches Land es werden soll, wägten die Vor- und Nachteile ab und am Ende Entschlossen wir uns nach Nicaragua in Mittelamerika zu reisen. Genauer gesagt nach Granada in Nicaragua. Von hier aus haben wir vor einige Touren zu machen und dann weiter zu Reisen.

Geflogen sind wir zuerst nach Costa Rica und dann nach Nicaragua.

Über Nicaragua konnten wir nicht viel im Internet finden, daher dachten wir uns das es das perfekte Land für ein Abenteuer wäre.

Da wir unser nächstes großes Abenteuer nur mit einem kleinen Handgepäck Rucksack erleben wollten, haben wir vorher bereits passende Rucksäcke gekauft. Wir wollten also sehr flexibel und mobil sein, also quasi als Backpacker reisen.

Also buchten wir Flüge über Skyscanner und los ging es!

Der Flug nach Nicaragua – gar nicht so einfach

Wir flogen zuerst von Larnaca nach Zürich und haben dort eine Nacht übernachtet. Anschließend flogen wir von Zürich per Direktflug nach San Jose (SJO) Costa Rica. In Costa Rica haben wir 2 Nächte übernachtet und sind anschließend weiter nach El Salvador geflogen. In El Salvador sind wir umgestiegen und nach Managua, der Hauptstadt von Nicaragua, geflogen.

Zu dem Zeitpunkt war es die beste Möglichkeit zu fliegen. Trotz der vielen Flüge war es durch die Übernachtungen sehr entspannt und locker.

Managua – Die Hauptstadt Nicaraguas

Straße in Managua
So sehen die asphaltierten Straßen in Managua aus

Am Flughafen in Managua gelandet, suchten wir sofort freies Wlan. Leider gab es am gesamten Flughafen kein freies Wlan, sodass wir kein Taxi über die “Ray App” rufen konnten. Wir waren also auf die Taxifahrer am Flughafen angewiesen. Und was das bedeutet, könnt ihr euch denken!

Taxi fahren in Managua

Man bot uns für 10 US Dollar eine Fahrt zum 5min entfernten Hotel an. Nach Verhandeln, einigten wir uns auf 5 US Dollar, was wohl immer noch viel zu viel war, wie wir später lernten.

Wer nicht abgezockt werden möchte, der nutzt am besten die Ray App oder die ganz neue Indriver App. Beide Apps sind ähnlich wie Uber, allerdings bezahlt man den Fahrer in Bar. Bei der Ray App bestellt man ein Taxi, während Indriver ähnlich zu Uber ist.

Für die Fahrt zum Hotel, hätten wir eigentlich nur unter 1 US Dollar bezahlen müssen. 10 US Dollar waren also der Zehnfache Touristen Preis den man von uns verlangte.

Die Stadt Managua

Straße in Managua Nicaragua
Die Straßen in Managua

Die Stadt Managua ist nicht wirklich schön und sehr schmutzig. Allerdings ist sie sehr authentisch und es gibt keine Touristen.

Wir sind durch einige Gassen in Managua gegangen und wurden häufig sehr neugierig beobachtet. Aber das ist meistens so an Orten, an denen es kaum Touristen gibt.

Die Hauptstraßen in der Stadt sind befestigt, während Seitenstraßen einfach nur Sandpisten sind. Gehwege gibt an kleineren Straßen so gut wie keine. Wenn es mal welche gibt, dann sind sie in so schlechten Zustand das man oft freiwillig auf der Straße geht.

Nicht selten sind in der Straße 1-2 Meter Tiefe Löcher die in die Kanalisation oder in Kabelschächte führen. Man muss unbedingt aufpassen wo man hintritt!

Managua – Die abenteuerlichste Stadt die wir erlebt haben

Managua ist unheimlich abenteuerlich! Kaum sind wir aus dem ruhigen Hotel raus, geht es los. Überall fahren laute LKW’s, es wird gehupt, Hühner laufen auf der Straße, Pferde ziehen Karren, alles ist staubig und schmutzig, ein pures Chaos! Genau so haben wir uns unser Abenteuer vorgestellt.

Für uns wirkte es wie aus einem Film. Wir waren die einzigen Touristen weit und breit.

In Managua haben wir dann auch unseren ersten Chickenbus gesehen, mit dem wir dann später auch weiter gereist sind.

Unser Hotel in der Nähe des Flughafens in Managua

Ein Hotel in der Nähe des Flughafens in Managua war das Hotel Agualcas. Die Zimmer waren sauber, ordentlich und es war sehr ruhig. Den Pool haben wir nicht benutzt. Es gibt kostenloses Wlan sowie Frühstück.

Aber Achtung:

Vorne auf dem Hotel Parkplatz warten Taxi Fahrer die auf die Touristen aus dem Hotel warten. Wir haben am Empfang nach einem Taxi in die Innenstadt zum UCA Terminal gefragt und die Dame vom Empfang hat einen der Taxifahrer zum Empfang hereingeholt. Dieser wollte von uns 20 Dollar für eine 10min Fahrt haben, die normalerweise 3 Dollar in Nicaragua kostet.

Ich sagte zum Taxifahrer das dies viel zu teuer wäre und sagte der Empfangsdame das der Herr uns versucht übers Ohr zu hauen. Die Dame zuckte nur mit den Schultern.

Nachdem der Taxifahrer wieder vorne auf den Parkplatz gegangen war, hat die Dame vom Empfang sich um ein anderes Taxi gekümmert das uns für 3 Dollar zu unserem Ziel gefahren hätte.

So wie es aussah, hatten die Taxifahrer die Erlaubnis auf dem Hotel Parkplatz zu stehen. Komischerweise hat die Empfangsdame in Anwesenheit des Taxifahrers nichts für uns tun können. Nachdem dieser weg war, hat sie uns dann eine andere Möglichkeit für 3 Dollar geboten.

Da wir weder der Empfangsdame noch den Taxifahrern nach dieser Aktion getraut haben, haben wir über die Ray App ein Taxi bestellt, das uns 6 Dollar gekostet hat.

Mit dem Bus von Managua nach Granada

Zusammenfassung

Von wo startet der Bus in Managua?

UCA Terminal – Karte findet ihr weiter unten auf der Seite

Wie lange dauert die Busfahrt?

45min – 1h

Was kostet die Busfahrt?

Für Einheimische 23 Cordoba (ca. 0,50 Euro)

Für Touristen bis zu 2 Dollar

Wie oft fährt der Bus?

Soweit wir wissen, gibt es keinen festen Plan. Wir waren morgens da und mussten nur 15min warten bis der Bus abgefahren ist.

Worauf sollten man achten?

Gepäck muss auf dem Dach oder im Kofferraum des Buses verstaut werden. Im Bus selber ist Platz für einen Tagesrucksack. Es kommt manchmal vor, das man extra bezahlen muss, wenn man sein Gepäck auf dem Dach oder Kofferraum verstauen lässt.

Das Geld wird während der Fahrt eingesammelt.

Tipp: Wenn ihr völlig selbstverständlich 23 Cordoba gebt, akzeptieren es meistens die Busfahrer, da sie glauben das ihr schon öfter unterwegs wart und den genauen Preis kennt 😉

Express Bus bzw. Micro Bus Managua
So sieht es in einem Express Bus bzw. Micro Bus aus

Am UCA Terminal gibt es spezielle überdachte Parkplätze für die Busse. Falls der Bus noch nicht da ist, könnt ihr euch dort im Schatten hinsetzen und warten.

Überall sind Händler die etwas verkaufen. Es gibt genug zu Trinken und zu Essen das man kaufen kann.

Die Busse die am UCA Terminal in Managua halten, sind sogenannte Micro Buses, nicht zu verwechseln mit Chicken Buses (alte amerikanische Schulbusse). Micro Buses sind quasi Express Busse die zwischen verschiedenen Städten fahren. Die Fahrt kostet etwas mehr als mit Chicken Bussen, aber dafür ist man auch viel schneller da.

Alternative zu Chicken Buses und Micro Buses

Chickenbus in Nicaragua
Der sogennante “Chickenbus” in Nicaragua

Als Alternative kann man auch mit einem Shuttle fahren (kleine Toyota Vans). Des weiteren gibt es natürlich noch die Möglichkeit mit einem Taxi nach Granada zu fahren. Beide Alternativen sind wesentlich teurer.

Die Fahrt

Während der Fahrt werden weitere Passagiere eingesammelt die nach Granada fahren. Der Busfahrer war recht schnell unterwegs.

Die Sitze sind recht bequem, aber nicht mit Europäischen Standards zu vergleichen. Wir hatten mit unseren 35 Liter Rucksäcken auf dem Schoß gerade so Platz.

Ein Unterschied zu den Chicken Buses ist auch, das keine Händler an den Haltestellen dazu steigen die etwas verkaufen wollen. Es ist daher auch etwas ruhiger als in einem Chickenbus.

Angekommen in Granada

Die Kathedrale in Granada
Die Kathedrale in Granada am Parque Central de Granada

Granada hat uns im Gegensatz zu Managua sehr gut gefallen. Hier gibt es viele Gebäude im spanischen Kolonialstil mit bunten Fassaden und großen grünen Innenhöfen. Oft sind die schönsten Gebäude Cafes oder Restaurants und man kann sich im Innenhof gemütlich setzen.

Am Hauptplatz in Granada, Parque Central de Granada, gibt es kleine Stände mit Essen und vielen anderen Sachen. Die meisten Stände machen erst Abends auf.

Auf dem Platz laufen überall Verkäufer herum und verkaufen unterschiedliche Waren oder bieten Touren in die Umgebung an, wie zum Beispiel zum Masaya Volcano, bzw. Masaya Vulkan an. Wir haben die Tour zum Vulkan mit verschiedenen Stopps gemacht und etwa 20 € bezahlt. Dazu mehr in einem anderen Blogbeitrag.

Nervige Händler in Granada

Sobald man sich in der Nähe des Parque Central de Granada in ein Cafe oder Restaurant setzt, kommen alle paar Minuten Händler die etwas verkaufen wollen.

Normalerweise gehen sie auch sofort sobald man sagt das man nichts kaufen möchte. Einige jedoch sind ziemlich penetrant und bleiben direkt neben eurem Tisch stehen, schauen euch beim Essen zu und betteln oder wollen etwas verkaufen.

Das haben wir als sehr unangenehm empfunden beim Essen oder bei einer ruhigen Tasse Cafe ständig belagert zu werden.

Tipp:
Wenn ihr euch in den Innenhof eines Cafes oder Restaurant setzt, und zwar so das ihr nicht von der Straße einsehbar seid, kommen auch fast keine Händler mehr und ihr habt eure Ruhe.

Der Markt in Granada

Der Markt im Außenbereich in Granada
Eine Gasse im Außenbereich des Marktes in Granada
Markt in Granada Nicaragua
Markt mit verschiedenen Waren in Granada

Mercado Municipal de Granada wird der Hauptmarkt in Granada gennant. Wenn ihr einen schwachen Magen habt, solltet ihr ihn lieber nicht besuchen 😉

Wir haben den Markt in Granada besucht und waren begeistert. Er ist sehr authentisch und man trifft dort fast keine Touristen an. Dadurch fühlte er sich “echt” an und wir konnten in Ruhe uns umschauen ohne von Händlern belagert zu werden.

Auf dem Markt gehen Einheimische Nicas einkaufen. Die Preise sind sehr günstig und es gibt wirklich alles zu kaufen!

Der interessentaste Teil des Marktes, ist der überdachte Teil. Dort gibt es viele Gänge in denen man sich verlaufen kann, wenn man nicht aufpasst. Es gibt wirklich sehr viel zu erkunden.

Auf dem Markt laufen Hühner herum, es werden kleine Küken verkauft, Fleisch wird ohne Kühlung verarbeitet, Fisch wird verkauft, Obst liegt auf dem Boden zum Verkauf, Schweine werden lebend an den Füßen hinterher gezogen und vieles mehr.

Wer mehr zu unserer Reise in Nicaragua erfahren möchte, der liest am besten hier weiter.

 

Noch ein paar weitere Fotos aus Granada:

Innenhof eines im spanischen Kolonialstil gebauten Hauses in Granada Nicaragua
Innenhof eines im spanischen Kolonialstil gebauten Hauses
Mercado Municipal de Granada Nicaragua
Seitengang des Marktes in Granada
Ein Innenhof eines Restaurants in Granada
Ein schöner Innenhof eines günstigen Restaurants in Granada Nicaragua
Häuser im Kolonialstil
Häuser im Kolonialstil am Parque Central de Granada in Nicaragua
Gelbes Haus im Kolonialstil am Parque Central de Granada
Ein schönes Haus mit Verzierungen im Kolonialstil
Bunte Häuser im Kolonialstil
Bunde Häuser am Parque Central de Granada

 

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